Im Zeit-Raum

Vor-Reiten und Nach-Denken. Eine RadioKulturhaus-Gesprächsreihe mit Johannes Kaup

Visionär/innen, Vor- und Querdenker/innen aus Wissenschaft, Kunst, Wirtschaft, Medien, Religion und der Zivilgesellschaft, präsentieren im Gespräch innovative, lebensdienliche Ideen für die heutige Lebensführung. Sie reflektieren soziale, kulturelle, ökonomische und politische Transformationsprozesse und geben so Denkanstöße für neue, individuelle und soziale Handlungsmöglichkeiten. 


DI, 18. Dezember 2018, 18:30 Uhr: Ilija Trojanow und Thomas Gebauer

Ilija Trojanow und Thomas Gebauer

Verinnerlicht Hilfe Herrschaft? Bei Johannes Kaup diskutiert der Autor mit dem Friedensnobelpreisträger von 1997 – "Initiative gegen Landminen" – über das Dilemma zwischen Gleichgültigkeit, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit

Diese Situation kennen alle: Geben oder nicht geben, helfen oder nicht helfen? Schlechtes Gewissen oder Anstand – oder unser Bauchgefühl – veranlassen uns, etwas in die Bettlerschale zu werfen; zugleich ahnen wir, mit diesem Akt nichts an den Zuständen verändert zu haben, diese vielmehr vielleicht sogar zementiert zu haben. So kann Unterstützung von außen Menschen zwar ihr Überleben sichern, ihnen eine wirkliche Zukunft aber verhindern, indem jene gesellschaftlichen Verhältnisse stabilisiert werden, die Bedürftigkeit immer wieder aufs Neue entstehen lassen. Viele Spenden, die heute als Antwort auf spektakuläre Katastrophen zustande kommen, sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich zugleich Gleichgültigkeit und Desinteresse breitmachen. In ihrem Buch "Hilfe? Hilfe! Wege aus der globalen Krise" hinterfragen Trojanow und Gebauer die vielen Facetten der Wohltätigkeit – von den Aktivitäten der Superreichen über die staatlichen Hilfen bis zu lokalen Initiativen. Ausgehend von konkreten Beispielen, die in Originalreportagen aus Sierra Leone, Pakistan oder Guatemala beschrieben werden, durchdenken sie das System des Helfens und zeigen, was funktioniert und was nicht. Denn eines tut not: ein kritischer Hilfsbegriff, der zur Selbsthilfe animiert und dennoch grundsätzliche Veränderungen ermöglicht.


DI, 22. Jänner 2019, 18:30 Uhr: Franz Kerschbaum - "Himmlische Wissenschaft"

Franz Kerschbaum

Johannes Kaup spricht mit dem Astrophysiker Franz Kerschbaum über das Universum, den Menschen und die Frage nach Gott.

Wie groß und wie alt ist das Universum? Hat es einen Anfang und ein Ende? Warum leuchten Sterne? Werden wir je außerirdisches Leben finden – und ist der Mensch nur ein unbedeutendes Staubkorn angesichts des Weltalls? – Naturwissenschaft und Technik haben einem enormen Erkenntnisgewinn gebracht und zum Fortschritt der Menschheit beigetragen. Die Erkenntnisse der Astrophysik zeigen uns, dass wir in einem dynamischen Kosmos leben, dass Sterne sich entwickeln und auch wieder vergehen, und dass es einen Kreislauf der Materie gibt. Die "Himmlischen Wissenschaften" haben unser Weltbild verwandelt. Es gilt also die Frage nach dem Menschsein und dem Sinn unserer Existenz angesichts der Erkenntnisse der modernen Physik neu in den Blick zu nehmen. Franz Kerschbaum ist Professor am Institut für Astrophysik der Universität Wien. Er forscht über das Leben der Sterne, macht Weltraumexperimente und entwickelt Instrumente zur Erforschung des Kosmos. Zudem berät er die Europäische Weltraumagentur ESA, die Europäische Kommission und andere internationale Organisationen. Neben seinen zahlreichen fachwissenschaftlichen Artikeln hat er das Buch "Sonne. Mond und Sterne. 52 kosmische Antworten" geschrieben.


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 Allgemein gelten folgende Zeiten und Ticketpreise:

 Ticketpreise: € 17,00 inkl. USt.

 Veranstaltungssort: ORF RadioKulturhaus, Argentinierstraße 30a, 1040 Wien

 Akreditierung: 18:00 - 18:30 Uhr                                                                               
 Saaleinlass: ca. 18:15 Uhr                                                                                    
 Veranstaltung: 18:30 - ca. 20:00 Uhr

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