Im Zeit-Raum

Vor-Reiten und Nach-Denken. Eine RadioKulturhaus-Gesprächsreihe mit Johannes Kaup

Visionär/innen, Vor- und Querdenker/innen aus Wissenschaft, Kunst, Wirtschaft, Medien, Religion und der Zivilgesellschaft, präsentieren im Gespräch innovative, lebensdienliche Ideen für die heutige Lebensführung. Sie reflektieren soziale, kulturelle, ökonomische und politische Transformationsprozesse und geben so Denkanstöße für neue, individuelle und soziale Handlungsmöglichkeiten.


Mittwoch, 14. März 2018, 18:30 Uhr

Johannes Kaup im Gespräch mit Rainer Gross und Martin Schenk zum Thema ARBEIT und ANGST von individuellen Resilienzstrategien zum sozialen Zusammenhalt.

Uns werden heute der rational-autonome "Homo oeconomicus" und die flexibel belastbare "Ich-AG" als Erfolgsmodelle vorgestellt. Diese bräuchten angeblich niemanden außer sich selbst und dürften eigentlich auch keine Angst haben, weil dies als Zeichen der Schwäche und der Abhängigkeit gilt.

Im Zentrum der neuen "laborisierten Welt" steht der ökonomische Imperativ der Beschleunigung. Dieser bestimmt die Technik, aber auch den sozialen Wandel, unser Lebenstempo in Beruf, Familie, Konsum und Freizeit. Dies belastet viele Menschen, die die dahinterliegende Angst – so gut es geht – meist verdrängen. Parallel dazu verbreiten sich in unserer Arbeitswelt Phänomene wie Depression und Burn-out. Viele halten an immer größer werdenden Leistungsvorgaben und kaum erträglichen Arbeitsbedingungen fest, bis sie physisch oder psychisch nicht mehr können oder sogar suizidal werden. Sie haben Angst davor, mit ihrer Arbeit auch die Kontrolle und die Autonomie zu verlieren und letztlich sozial abzusteigen. Sie existieren nur mehr als ein "erschöpftes Selbst".

Johannes Kaup spricht mit Rainer Gross und Martin Schenk über Arbeit, Ängste und Erfolgszwang, über individuelle Resilienzstrate-gien, aber auch über die soziale und aktuell politische Dimension dieses Themenkomplexes: Warum werden Grundrechte auf soziale Absicherung in Frage gestellt, Neiddebatten entfacht und der soziale Abstieg bis weit in die Mittelschichten einfach in Kauf genommen? Dr. Rainer Gross, Arzt, Psychiater, Psychotherapeut und Psychoana-lytiker, arbeitet seit 35 Jahren in der Akutpsychiatrie, bis Ende 2015 war er Primarius der sozialpsychiatrischen Abteilung am Landesklinikum Hollabrunn. Parallel dazu arbeitet er als Psychotherapeut und Supervisor in freier Praxis in Wien. Seine bekannteste Publikation ist "Angst bei der Arbeit – Angst um die Arbeit". Mag. Martin Schenk ist Psychologe und Sozialexperte, der stv. Direktor der Diakonie Österreich hat die "Armutskonferenz" mitbegründet. Er hat langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Wohnungslosen, der Begleitung von Jugendlichen und in der Gesundheitsförderung. Schenk ist Koautor u.a. von "Es reicht! Für alle! Wege aus der Armut", "Wert und Würde: Ein Zwischenruf" oder auch "Genug gejammert. Warum wir gerade jetzt ein starkes, soziales Netz brauchen". 


Dienstag, 10. April 2018, 18:30 Uhr

Die Heilung der Mitte – oder: Was kann die TCM? Johannes Kaup im Gespräch mit Gertrude Kubiena und Georg Weidinger.

Unser westliches Leben ist von materiellem Wohlstand geprägt, hat aber viele moderne Zivilisationskrankheiten hervorgebracht. Obwohl die großen Erfolge der naturwissenschaftlichen Medizin zu einer höheren Lebenserwartung geführt haben, war der moderne Mensch noch nie so krank wie heute. Auswege könnte die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bringen. Sie basiert auf Heilansätzen aus der Natur. Was können Zungen- und Pulsdiagnose, und wie beeinflussen Pflanzen und Kräutern unser Immunsystem? Wie behandelt die TCM schwer oder chronisch erkrankte Personen? Wie kann die Gesundheit des menschlichen Organismus erhalten werden, und wie lässt sich einer Erkrankung des ganzen Menschen entgegenwirken?

Mit Johannes Kaup diskutieren die beide Ärzte Gertrude Kubiena und Georg Weidinger. Beide sind ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin und Autoren mehrerer Bücher zum Thema.


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info Bitte beachten Sie, dass veranstaltungstechnische Lichteffekte (z. B. Stroboskope) zum Einsatz kommen können, sowie dass es aufgrund von (Live-)Musik zu einem erhöhten Lautstärkepegel kommen kann.


 Allgemein gelten folgende Zeiten und Ticketpreise:

 Ticketpreise: € 17,00 inkl. USt.

 Veranstaltungssort: ORF RadioKulturhaus, Argentinierstraße 30a, 1040 Wien

 Akreditierung: 18:00 - 18:30 Uhr                                                                               
 Saaleinlass: ca. 18:15 Uhr                                                                                    
 Veranstaltung: 18:30 - ca. 20:00 Uhr

 

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