Live@RKH

„Live @ RadioKulturhaus“ – der Name ist Programm. Der Sendesaal, frisch renoviert und stilsicher für heutige Erfordernisse adaptiert, fasst bis zu 300 Personen und bietet doch einen relativ intimen, konzentrierten, audiophilen Rahmen. Seit März 2005 konzertieren dort einmal im Monat Künstler und Bands der facettenreichen österreichischen Club-, Elektronik- und Pop-Szene. Es handelt sich durch die Bank um Acts, die lokal (und teils auch international) in den letzten Wochen und Monaten für Aufhorchen gesorgt haben, aktuelle Tonträger vorstellen und sich in diesem Rahmen beweisen können und wollen.


Freitag, 31. März 2017, 20:00 Uhr: LYLIT - Preview des neuen Albums

Dem breiten Publikum wurde LYLIT alias Eva Klampfer 2016 durch den Kampagnensong für "Licht ins Dunkel" bekannt, dem sie ihre Stimme geliehen hat, Mitte des Jahres 2017 soll ihr neues Album erscheinen. Im RadioKulturhaus wird sie live eine erste Kostprobe der Songs des noch unveröffentlichten Tonträgers geben.

Es ist erst wenige Wochen her, dass Eva Klampfer alias Lylit auf der Bühne des Wiener Radiokulturhauses stand: bei der Live-Präsentation der alljährlichen „Licht ins Dunkel“-CD intonierte sie Anfang Dezember 2016 „Eternal Lights“, einen höchst fragilen Song aus der Feder des ORF-erprobten Komponisten Axel Wolph. Und wie sie ihn intonierte! Mit jener unüberhörbaren Präsenz, Reife und Nachdrücklichkeit, die die Oberösterreicherin seit Jahren aus der Riege ihrer Mitbewerberinnen heraushebt. Lylit gilt als größte Soul-Hoffnung des Landes. Und 2017 soll das Jahr werden, in dem sie endgültig den Beweis dafür liefert.
Die Vorgeschichte ist eine lange.

Eva Klampfer spielt Klavier, seit sie fünf war, sang bald darauf schon Gospels im Feldkirchener Kirchenchor, veredelte mit ihrem Talent unzählige Bands und fand sich Mitte zwanzig plötzlich in einem Studio in New York mit einem internationalen Plattendeal in der Tasche wieder. Der Vertrag mit dem Ex-Motown-Impresario und Erykah Badu-Entdecker Kedar Massenburg erwies sich karrieretechnisch allerdings als Schlag ins Wasser: erst nach langem Rechtsstreit konnte sich Lylit aus den Vertragsfesseln befreien und in ihrer Heimat wieder bei Null beginnen.

Nach unzähligen Talentproben im Studio (etwa „Change“ auf dem Album „Signature“ des R&B-Sängers Joe, das Parov Stelar-Stück „Blind Alley“, „Want You To Be Mine“ von The Rockafellaz, die Gastauftritte auf den Alben von SK Invitational, die „Shuffle“-EP von Deploy oder die iTunes-„Single of the Week“ namens „The Plan“ anno 2010 ist ein seriöses Lylit-Debutalbum in der Pipeline. Quasi ein Vorgriff auf „eine ewige Verheißung all dessen, was jetzt endlich, endlich nachkommen wird.“ (Robert Rotifer, FM4). Das intensive Timbre und die unverbrauchte Soul-Strahlkraft von Lylits Stimme wird zweifellos im Mittelpunkt des – noch unbetitelten – Werks stehen, die Mitstreiter für die Studioaufnahmen sind gefunden und werden im Radiokulturhaus erstmals vor den Vorhang gebeten. Licht an!, Kamera ab!, die Dinge sind im Laufen. Unaufhaltsam.


Dienstag, 18. April 2017, 20:00 Uhr: Playing Savage + Grant 

Die junge Singer/Songwriterin Playing Savage, gebürtig aus Israel, und die Klosterneuburger Band Grant beehren im April die Live@RKH Konzertreihe. Die Zeit wird beweisen, ob Playing Savage und Grant tatsächlich Stars werden. Und nicht nur Sternschnuppen. Aber Pop ist pure Behauptung, und die Chancen stehen gut für die zwei jungen Bands.

Beide Acts sind Schützlinge des umtriebigen Managers Stefan Redelsteiner (Wanda, Voodoo Jürgens, Der Nino aus Wien), dem ein Goldhändchen bei der Entdeckung und Förderung frischer Talente aus dem näheren und weiteren Umkreis nachgesagt wird. Nur Glück allein kann es nicht sein – zumindest Wagemut und Mitteilsamkeit Redelsteiners sind evident. Und so wird er auch nicht müde, die Qualitäten von Playing Savage und Grant anzupreisen.

Wobei das Debüt von Grant, erschienen schon 2015, zunächst eher unterging. Dabei fehlt es Dima Braune (Gesang, Gitarre), Stefan Kovacic (Gesang, Gitarre, Saxofon), Stephan Weissensteiner (Gesang, Gitarre), Alexander Peirl (Bass) und Manuel Höller (Drums) gewiss nicht an Originalität und Tiefgang. Insbesondere die labyrinthisch verwinkelte Lyrik des Quintetts hat es Kritikern angetan. Von "einem der besten österreichischen Alben des Jahres" sprach etwa der Musikjournalist Dominik Oswald.

Playing Savage ist nicht nur im direkten Vergleich ein offensiver, neongreller Pop/Dance/Neo-Soul-Entwurf, Kategorie: Amy Winehouse ohne Drogenproblem. Produziert vom Wanda-Soundarchitekten Paul Gallister, strotzt der Versuch von Savage alias Noa Ben-Gur – derzeit in Wien sesshaft, aber auch in New York zugange – ihren Namen auf der internationalen Music-Business-Landkarte zu platzieren, nur so vor Selbstbewusstsein. Geben Sie dieser Lady Rückendeckung!

Text: Walter Gröbchen


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info Bitte beachten Sie, dass veranstaltungstechnische Lichteffekte (z. B. Stroboskope) zum Einsatz kommen können, sowie dass es aufgrund der (Live-)Musik zu einem erhöhten Lautstärkepegel kommen kann.


Allgemein gelten folgende Zeiten und Preise:    

Ticketpreis: € 17,00 inkl. USt.

Veranstaltungsort: ORF RadioKulturhaus, Argentinierstraße 30a, 1040 Wien
                                                                                                                                                

Akkreditierung: 19:30 - 20:00 Uhr
Saaleinlass: ca. 19:45 Uhr
Veranstaltung: 20:00 - ca. 21:30 Uhr

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